Steckbrief Tansania in Zahlen & Fakten

Eine Reise nach Tansania? Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen. Das sind die wichtigsten Reiseinformationen in Kürze.

Ngorongoro Wildlife Preserve

Name: Im April 1964 vereinigte sich die noch junge Republik Tanganjika mit dem Inselstaat Sansibar, noch im selben Jahr fusionierte die Vereinigte Republik auch ihre Namen: zu Tansania.

Bevölkerung: Die 56,3 Millionen Einwohner gehören mehr als 100 Ethnien an. Gemessen an der Population ist Tansania das sechstgrößte Land Afrikas.

Geographie: Mit einer Fläche von rund einer Million Quadratkilometern ist Tansania das größte Land Ostafrikas und fast dreimal so groß wie Deutschland. Mehr als ein Drittel steht unter Naturschutz. Der Ostafrikanische Graben läuft quer durch Tansania und schuf hier den höchsten Gipfel Afrikas: den Kilimandscharo (5895 Meter).

Hauptstadt ist seit 1974 offiziell das etwa 800 000 Einwohner große Dodoma. Tatsächlich ist aber Daressalam mit geschätzten fünf Millionen Bewohnern die größte und wichtigste Stadt Tansanias.

Politik: Zunächst Teil der Kolonie Deutsch-Ostafrika (1885-1918) und danach britisches Hoheitsgebiet, wurde das Festland Tanganjika im Dezember 1961 unabhängig. An der Spitze des Staates steht der alle fünf Jahre gewählte Präsident – seit 2015 der umstrittene John Magufuli. Wie alle seine Vorgänger gehört er zur CCM, der Revolutionspartei des Landesvaters Julius Nyerere. Eine besondere Position im Staatssystem nimmt Sansibar ein: Als Teilstaat kann die Insel weitgehend autonom agieren und hat sogar einen eigenen Präsidenten.

Religion: Etwa 40 Prozent der Bevölkerung sind Christen, 40 Prozent Muslime (auf Sansibar: mehr als 99 Prozent) und 20 Prozent Anhänger traditioneller afrikanischer Religionen. Konflikte sind aber die Ausnahme. Interreligiöse Ehen gehören zum Alltag, christliche und muslimische Präsidenten haben sich an der Spitze des Staates bisher immer abgewechselt.

Zeitzonen hat das Land nur eine. Die Uhren gehen im Vergleich zu Deutschland zwei Stunden voraus – während der Sommerzeit eine. Die Sonnenuntergänge sind hier in Äquator-Nähe das ganze Jahr über recht pünktlich am frühen Abend. Wer erzählt, dass in Deutschland die Sonne im Sommer bis nach 22 Uhr am Himmel steht, wird mancherorts nur ungläubiges Staunen als Reaktion bekommen.

Geld: Rund 2600 Tansania-Schillinge entsprechen einem Euro. Mit Kreditkarten kann man meist nur in großen Hotels und den Nationalparks bezahlen. Vorsicht: Da tansanische Geldautomaten bisweilen nur sehr geringe Summen ausspucken, sollten Sie vor der Abreise eventuell die Zahl der möglichen Abhebungen bei Ihrer Bank erhöhen lassen.

Klima: Gemäßigt bis tropisch mit klar definierten Regenzeiten. Die besten – weil trockensten – Reisezeiten sind Juni bis Oktober und Mitte Dezember bis Mitte März; dann ist es aber recht heiß.

Einreise: An drei Flughäfen betreten internationale Reisende das Land: Daressalam, Sansibar und Kilimandscharo. Flugverbindungen ab Deutschland brauchen meist einen Stopover und landen oft spät in der Nacht. Das Visum kann theoretisch online oder bei der Botschaft in Berlin beantragt werden. Unkompliziert und sogar günstiger bekommt man es aber bei der Einreise am Flughafen – am besten gleich einen 50-Dollar-Schein in den Pass legen.

Unterwegs: Etliche Busunternehmen bieten Fahrten durch Tansania. Am besten kauft man sich sein Ticket schon einen Tag vorher, etwa bei »Kilimanjaro Express«, einer der Luxus- und Expressbuslinien. Machen Sie sich dennoch auf eine lange, holprige Fahrt gefasst. Die bequemere Alternative: Fluglinien wie Air Tanzania, Fastjet und Precision Air fliegen teils für unter hundert Euro durchs Land. Innerhalb der großen Städte hat man neben den öffentlichen Kleinbussen (Daladala), deren Routen mitunter schwierig nachzuvollziehen sind, die Auswahl zwischen Bajajis (auch besser bekannt als Tuk- Tuks), Taxis (teurer, aber angenehmer) und Motorradtaxis (vor allem durch den Verkehr schnell, aber bisweilen gefährlich). Egal, für welche Option Sie sich entscheiden, handeln Sie unbedingt vorher den Preis aus. Und fragen Sie den Fahrer, ob er wirklich die gewünschte Destination kennt – das ist nicht immer der Fall.

Telefon: Landesvorwahl: +255. Bei längeren Aufenthalten lohnt sich eine SIM-Karte fürs Handy. Erste Adresse: Am Flughafen Daressalam gibt es einen Shop von Vodacom, Tansanias größtem Mobilfunkunternehmen.

Gesundheit: Vor der Abreise empfiehlt sich eine ausführliche tropenmedizinische Beratung. Derzeit gibt es zur Einreise keine Pflichtimpfungen, in den Koffer gehört aber eine gut sortierte Reiseapotheke inklusive Tabletten gegen Malaria. Die Krankheit ist in Tansania (außer auf Sansibar) weit verbreitet. Um die von Anopheles-Mücken übertragene Infektion zu vermeiden, kleidet man sich am besten in lange, helle Hemden und Hosen und trägt Mückenschutz auf. In touristisch wenig entwickelten Regionen haben Unterkünfte nicht unbedingt Moskitonetze. Nehmen Sie ihr eigenes mit – und dazu Klebehaken, um es an die Decke zu hängen.

Sprache: Swahili ist offizielle Amtssprache Tansanias, mit Englisch schlägt man sich als Reisender gut durch.

Trinkgeld wird erwartet, die Guides, Ranger, Träger oder Köche und ihre Familien sind auf das Zusatzeinkommen angewiesen. Fragen Sie am besten vorab den Touranbieter, was für Ihre Tour angemessen wäre.

Strom: Die Netzspannung beträgt 230 Volt bei einer Frequenz von 50 Hertz. Man braucht einen Adapter des Typs G, den selben wie für Großbritannien.

Sicherheit: Tansania ist ein recht sicheres Reiseland. Häufigstes Ärgernis sind aufdringliche Verkäufer, gerade an den Busbahnhöfen. Nach Einbruch der Dunkelheit empfiehlt sich die Fahrt mit dem Taxi. Wer einen vertrauenswürdigen Fahrer gefunden hat, lässt sich am besten für die nächsten Fahrten seine Telefonnummer geben.

Information: Die Website der Tourismusbehörde gibt einen guten Überblick.

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