Reisetipps Sansibars Sehenswürdigkeiten

Das sind die Tipps von -Autorin Tatjana Kerschbaumer. Von strahlenden Sandbänken über eindrucksvolle Architektur bis hin zum wilden Nationalpark.
Von der bezaubernden Terrasse des »Emerson« hat man einen tollen Blick über Stone Town

Inhalt:

Die Top-Sehenswürdigkeit auf Sansibar

  • Stone Town
    Ein Gewirr aus Gässchen, herunterhängenden Kabeln und herausgeputzten Koranschulen: Für die Straßen von Stone Town, dem historischen Kern der Inselhauptstadt Sansibar-Stadt, sollte man einen Tag einplanen – auch, weil man sich in dem UNESCO-Welterbe unter Garantie verläuft. Einen Abstecher wert ist darin das Haus der Wunder, ein Palast, der 1883 vom Sultan Sansibars erbaut wurde. Seinen Namen erhielt es, weil er das erste Gebäude südlich der Sahara war, das über Elektrizität und einen Aufzug verfügte. Momentan wird es gerade renoviert, und das Betreten ist offiziell nicht erlaubt. Dafür aber kann das ebenfalls von den Sultanen errichtete Alte Fort, später erst Gefängnis, dann Tennisklub und heute Ausrichtungsort des im Sommer stattfindenden »ZIFF«, kostenlos besichtigt werden. Für Kulinarik-Fans und Gewürzjäger empfiehlt sich ein Besuch auf dem Darajani-Markt: Nelken, Pfeffer und Hibikusblüten sind hier günstiger als in den Touri-Shops. Mutige trauen sich auch in die Fischund Fleischsektion, die Afrika-Anfänger aber etwas verschrecken könnte. Neben dem Markt liegt die Anglikanische Kathedrale, vor der ein in den Boden gehauenes Mahnmal daran erinnert, dass Sansibar einst als Afrikas größter Sklavenmarkt galt – der sich genau hier befand. Die entsetzlichen Zellen, in denen die Sklaven einst ausharren mussten, und die Ausstellung im Nachbargebäude sollte sich jeder unbedingt ansehen.
  • Jozani Forest
    Im Herzen der Insel liegt der 50 Quadratkilometer große Nationalpark Jozani Forest, ein saisonal überfluteter Mangrovenwald. Er ist die Heimat der bedrohten Roten Colobus-Affen, die sich gerne den Touristen präsentieren – manchmal aber auch ihre Kameras klauen. Außer den Affen lassen sich Buschschweine, Chamäleons und jede Menge Vögel beobachten.
  • Cheetah’s Rock
    Wer keine Safari auf dem Festland gemacht hat, trotzdem aber einmal Geparden und sogar weiße Löwen aus der Nähe sehen will, dem sei ein Besuch von Cheetah’s Rock empfohlen. Die Auffangstation nördlich von Stone Town kümmert sich um Wildtiere, die verletzt oder aus schlechter Haltung gerettet wurden. Cheetah’s Rock bietet an vier Tagen der Woche Touren an, die je 160 Dollar kosten. Besucher müssen mindestens 15 Jahre alt sein.
  • Chapwani Island
    Sansibar ist nicht nur Sansibar – es gibt auch viele kleine Inseln rundherum. Die größte ist das abgeschiedene Pemba im Norden, aber ebenfalls interessant ist Chapwani. Sie wird auch »Insel der Gräber« genannt. Denn auf Chapwani befindet sich ein Friedhof der Britischen Navy, die dort ihre auf Sansibar verstorbenen Matrosen beerdigte. Wer es nicht ganz so düster mag, setzt sich ins Restaurant am Strand oder sichtet mit Glück einen Sansibar-Ducker, eine Mini- Antilope, die auf Chapwani zu Hause ist.

Essen & Trinken

Dinner über den Dächern im »Emerson«

  • Emerson on Hurumzi
    Das Hotel befindet sich im alten Gebäude des Schatzmeisters des Sultans. Es ist, nach dem »Haus der Wunder«, das zweithöchste in Stone Town und bietet auf seiner tollen Dachterrasse ein exklusives traditionelles Dinner an. Der Boden ist mit dicken Sitzkissen ausgelegt, Schuhe sind verboten, zum Händewaschen wird Rosenwasser gereicht. Das Vier-Gänge-Menü kostet 35 Dollar, Getränke sind nicht inklusive. Unbedingt reservieren! 236-240 Hurumzi St., Sansibar-Stadt, Reservierungen: [email protected]
  • The Rock
    Wer hier essen will, muss bei Flut entweder schwimmern oder mit dem Boot übersetzen: »The Rock« liegt, wie der Name schon sagt, auf einem kleinen Felsen im Indischen Ozean und bietet Platz für maximal 20 Gäste. Betrieben wird das Lokal von Einheimischen, die neben Meeresfrüchten auch Ravioli und Kokusnuss-Tiramisu servieren. Bei der zwingend nötigen Reservierung kümmert sich das Team gern auch um An- und Abreise zum Mittag- und Abendessen. Michamwi Pingwe
  • Taperia
    Die spanische Kneipe im alten Postgebäude von Stone Town hat nicht nur erstklassige Tapas, sondern am Wochenende oft auch Live- Musik. Manchmal hört man hier sogar Fusion-Taarab, eine zeitgenössische Variante der traditionellen Inselmusik. Das Publikum ist eine Mischung aus Einheimischen und Touristen. Los geht’s in der Regel ab 21 Uhr. Tanzschuhe anziehen. Kenyatta Rd., Sansibar-Stadt
  • La Taverna
    Die mit Abstand beste Pizza der Insel gibt es in diesem kleinen Restaurant in der Nähe des Darajani-Markt. Wer Glück hat, bekommt einen Platz im schönen kleinen Garten. New Mkunazini Rd., Sansibar-Stadt

Hoteltipps

  • Jafferji House
    Das Vier-Sterne-Boutique-Hotel liegt zentral in Stone Town direkt hinter dem Alten Fort. Das vom Fotografen Javed Jafferji geführte Haus punktet mit liebevoll ausgewählten Kunstobjekten aus Tansania, Marokko und Pakistan in jedem Zimmer. Wer sich etwas ganz Besonderes gönnen will, bucht die Jafferji-Suite: Ein riesiger Balkon mit freistehender, antiker Badewanne und Außendusche machen sie zu einem echten Highlight. 170 Gizenga St., Sansibar-Stadt Tel. 00255 2422376145 oder 00255 774078441
  • Tembo House Hotel
    Wer auch in Stone Town einmal kurz ins Wasser möchte, ist im »Tembo House Hotel« an der richtigen Adresse: Es hat nicht nur einen kleinen Hotelstrand, sondern auch einen schönen, kühlen Pool im Innenhof. In dem Vier-Sterne-Hotel können auch ganze Apartments gemietet werden. Feierfreudige müssen für einen Drink aber in eine der Bars nebenan umziehen: Das Hotel schenkt keinen Alkohol aus. Forodhani St., Sansibar-Stadt Tel. 00255 242233005, 00255 777413348 oder 00255 779413348
  • Blue Oyster Hotel
    Das Hotel liegt in Jambiani im Südosten der Insel, die Fahrt ab Stone Town dauert etwas über eine Stunde. Die Küste vor Jambiani gilt als eine der ruhigeren Ecken Sansibars. Dementsprechend hat sich das von einem Deutschen gegründete Hotel Wellness und Relaxen auf die Fahnen geschrieben. Es gibt sogar Deals mit den Strandverkäufern, die den Erholungssuchenden nur auf Wunsch Waren anbieten. Die Räume und Bungalows sind hübsch und – aus Umweltschutzgründen – nicht klimatisiert. Jambiani, Tel. 00255 783045796, 00255 779883554 oder 00255 622833548 (WhatsApp)
  • Zuri Zanzibar
    »Zuri« ist Swahili und bedeutet »schön«, was auf dieses Resort im Ort Kendwa perfekt zutrifft. Billig ist es nicht, dafür lässt es mit einem blendend weißem Strand, eigenem Gewürzgarten und 55 privat gehaltenen Villas und Bungalows keine Wünsche offen. Außerdem rühmt sich das »Zuri Zanzibar« der schnellsten Internetverbindung der Insel – extra für das Resort wurde eine Leitung zum Festland gelegt. Instagram-Sternchen und fotofreudige Brautpaare sind deshalb häufige Gäste. Kendwa, Tel. 00255 245500111
  • The Z Hotel
    Das Haus ist immer mal wieder weit vorn im Rennen um den Titel als bestes Beach-Hotel Afrikas. Angebote wie eine integrierte Tauchschule oder die Möglichkeit zum Hochseefischen machen’s möglich. Das Mnemba Atoll, wo so viele Schildkröten wie nirgends auf der Welt leben, ist vom »Z Hotel« in einer kurzen Bootstour zu erreichen. Nungwi Beach, Tel. 00255 774266266

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