Tansania Mein Traumland

Zwei Monate lang reiste Redakteur Kalle Harberg durch das größte Land Ostafrikas – ging in der Serengeti auf Safari, wohnte bei den Massai und verlor sich in der heimlichen Hauptstadt. Das sind seine Reisetipps.

Löwen im Serengeti National Park

Die Top 10 Highlights in Tansania:

  1. Serengeti
  2. Sansibar
  3. Maasai
  4. Gombe
  5. Kilimandscharo
  6. Meru
  7. Daressalam
  8. Ngorongoro-Krater
  9. Usambara-Berge
  10. Selous

Tipp 1: Serengeti

Sie ist Tansanias beliebtester Nationalpark – und das vollkommen zu Recht. Am bekanntesten ist die Serengeti für die »Great Migration«, bei der mehr als eine Million Streifengnus, Zebras und Gazellen auf Wanderschaft gehen. Besonders gut lässt sich die Herde um die Jahreswende auf den Feldern von Ndutu beobachten, wo sie ihre Jungen zur Welt bringen, ganz in der Nähe des großartigen »Serengeti Pioneer Camp«. Aber auch den Rest des Jahres ist eine Safari in der Serengeti, die etwa so groß ist wie Brandenburg, mit ihrer unglaublichen Artenvielfalt ein wahrlich einmaliges Erlebnis.

Mehr Informationen: Serengeti Pioneer Camp

Tipp 2: Sansibar

Auf den ersten Blick ist die Insel oft eine Enttäuschung. Die Strände sind wunderschön, aber von Verkäufern belagert, und das historische Erbe von Stone Town zerfällt. Und dennoch: Sansibar hat einen ganz eigenen Zauber. Erleben lässt er sich zum Beispiel beim Taarab, der traditionellen Musik der Insel, die auf vielen Bühnen aufgeführt – und in der »Dhow Countries Music Academy« auch Gästen beigebracht wird.

Mehr Informationen: Dhow Countries Music Academy Sansibar-Stadt

Tipp 3: Maasai

Einige der mehr als hundert Volksgruppen des Landes haben den Kulturtourismus entdeckt, darunter etwa die Hadzabe, die zu den letzten Jägern und Sammlern Afrikas gehören. Vor allem organisierte Besuche in den Dörfern der Massai sind beliebt – aber bisweilen arg gestelzt. Authentischer erlebt man die Nomaden am Lagerfeuer der »Original Maasai Lodge«, die auch von ihnen verwaltet wird.

Mehr Informationen: Original Maasai Lodge

Tipp 4: Gombe

Tansania ist reich an spektakulär wilden Landschaften – aber manche stechen noch einmal heraus: Am Ufer des Tanganjikasees liegt der Nationalpark Gombe Stream, der durch Jane Goodalls Forschungen über Schimpansen bekannt wurde (S. 92). Noch heute werden die Menschenaffen dort studiert, und auch Besucher dürfen sie aus der Nähe beobachten. Sogar ohne hinter Gitter zu schauen oder im Jeep zu sitzen, sondern einfach so, mitten im Wald am Seeufer, wo die Tiere leben.

Tipp 5: Kilimandscharo

Rund 50 000 Bergsteiger wollen jedes Jahr den mit 5895 Metern höchsten Berg des Kontinents besteigen, aber viele unterschätzen die Anforderungen. Wer auf das Dach Afrikas möchte, sollte sich Zeit lassen und von einem seriösen Anbieter wie »Abercrombie and Kent« auf den Gipfel des Kibo geführt werden. Aber auch am Fuß des Bergs kann man tolle Touren unternehmen – oder seinen Anblick entspannt von der Terrasse der Kaliwa Lodge genießen.

Mehr Informationen: Abercombie and Kent, Kaliwa Lodge

Tipp 6: Meru

Wer nicht genug Zeit für den Kilimandscharo hat – oder nicht so viel Geld für eine Besteigung ausgeben will – für den ist der 4565 Meter hohe Mount Meru eine hervorragende Alternative. Die Tour hoch zum Vulkankrater wird von vielen Kletterern als Vorbereitung für den Kibo genutzt und kann schon in drei Tagen bestiegen werden, während derer man in befestigten Hütten übernachtet. Die letzte Etappe hat es in sich und gilt als noch härter als die auf dem Kilimandscharo. Aber wer sie schafft, hat dessen Gipfel dann bei Sonnenaufgang oben auf dem Meru perfekt im Blick.

Tipp 7: Daressalam

Sie ist nicht die Hauptstadt, aber dennoch mit ihren rund fünf Millionen Einwohnern das unangefochtene Zentrum des Landes – eine übervolle, laute, junge Metropole. »Dar«, wie sie alle meist nennen, kann anstrengend sein. Aber wer sich nicht vor die Hoteltür traut, um sie bei voller Geschwindigkeit zu erleben, ist selber schuld. Mein Lieblingsort dafür: der hektische Markt von Kariakoo.

Tipp 8: Ngorongoro-Krater

Den größten Zoo der Welt, »den Gott sich selbst angelegt hat«, nannte ihn Bernhard Grzimek. Wer über die Hänge auf den grünen Boden des Kraters hinunterfährt, versteht sofort, was der bekannte Tierfilmer und Zoodirektor meinte: In dem nur etwa 20 Kilometer breiten Kessel leben rund 25 000 Tiere wie Löwen, Elefanten, Nashörner.

Tipp 9: Usambara-Berge

Das milde Klima dieses Gebirgszugs im Nordosten war bei den deutschen Kolonialherren einst so beliebt, dass sie das kleine Lushoto zu ihrer Hauptstadt machen wollten. Es wurde dann doch Daressalam, und bis heute sind die Usambara-Berge bei den meisten Reisenden wenig bekannt. Dabei führen über die bewaldeten Hänge schöne Wanderpfade, und es gibt hier noch liebenswerte Lodges, die sich auch bezahlen lassen.

Tipp 10: Selous

Das größte Schutzgebiet Afrikas liegt im Süden Tansanias und ist ein zu großen Teilen wenig erschlossenes Wildreservat. Nur im nördlichen Teil des Selous sind normale Safaris gestattet. Dafür lassen sich die Tiere dort nicht nur im Geländewagen, sondern auch aus dem Boot und zu Fuß beobachten.

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